Themenspektrum

Ausgangslage

Die immerwährende Stärkung der Überlebensfähigkeit und somit die Erhaltung des Beschäftigungspotentials, welches das Handwerk in NRW bereitstellt, ist eine zentrale Gemeinschaftsaufgabe von Politik und Wirtschaft für unsere Gesellschaft. Insbesondere gilt das in Hinblick auf die Herausforderungen, die sich aktuell und auch zukünftig in der Bewältigung des demografischen Wandels und der Anpassung an veränderte Altersstrukturen stellen werden. Ein wettbewerbsfähige NRW-Handwerk ist sowohl essentiell für einen gesunden Mittelstand, als auch für eine gut funktionierende Gesellschaft.

Problemstellung

Aufgrund ihrer besonderen Struktur, z.B. eingeschränkte personelle und strukturelle Ressourcen, sind die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe mitunter nicht in der Lage, sich strategisch so auszurichten, dass sie fundamentalen Herausforderungen aus eigenen Kräften adäquat begegnen können.

Ebenso wenig können sie aufgrund ihrer geringeren finanziellen Ressourcen die notwendige externe Unterstützung am freien Markt erwerben. Dies gilt insbesondere für zukünftige Herausforderungen und deren Umsetzung, die über das Tagesgeschäft der Betriebe hinausgehen. Vielfach handelt es sich um Fragestellungen, die sich erst zukünftig  in ihrer vollen Tragweite bemerkbar machen.

Im Gegensatz zu denen auf das Kerngeschäft bezogenen, klassisch betriebswirtschaftlichen Feldern der Unternehmensentwicklung, die durch die Strukturen der Bund-Land geförderten Beratung unterstützt werden, befinden sich außerhalb des "Tagesgeschäfts" laufende Fragen in der Regel nicht im primären Blick- und Handlungsfeld der Betriebe.

Lösungsansatz im Innovationscluster Handwerk NRW

Durch unterschiedliche Aufschließungsmaßnahmen sollen interessierte Betriebe motiviert werden, sich unter kompetenter Anleitung eines Cluster-Managers zu einem Cluster zusammenzuschließen. In diesen Clustern soll es darum gehen, ein Forum zu schaffen, in dem sich die Unternehmen  offen über fachliche Fragen austauschen können. Der ehrliche Austausch unter Berufskollegen soll dazu führen, von den Stärken, Schwächen und Erfahrungen der Anderen zu lernen.  Das Ziel ist es, einen systematischen Erfahrungsaustausch in den für die Unternehmen relevanten Themenbereichen zu schaffen sowie die fachliche Kompetenz und "Awareness" der teilnehmenden Betriebe in den Themenfeldern zu stärken.

Gemeint sind hierbei unter anderem Themenfelder wie Nachwuchsgewinnung und -sicherung, Nachfolgeplanung, Anpassung an veränderte Kundenbedürfnisse oder auch  klima- und energiegerechte Maßnahmen. Diese Felder sind für die Überlebensfähigkeit der Betriebe sowie auch für deren hochrelevante Erhaltung ihrer Beschäftigungskapazitäten immens wichtig.

Ein aktive Teilnahme/ Mitarbeit in Clustern ist für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) - auch mit Hilfe von Technologietransfer und der Bildung von Best-Practice-Beispielen - elementar wichtig. Beschleunigen diese doch die Umsetzungen der Herausforderungen mithilfe von unterschiedlichen Innovationsprozessen.