Anpassung an veränderte Alterstrukturen

Die Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung wirken in vielfältiger Weise auf das Handwerk. Diese Veränderungen und ihre Auswirkungen positiv zu gestalten und somit zu bewältigen, ist eine Herausforderung für den gesamten Mittelstand. So ist die Deckung des Fachkräftebedarfs bereits zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr gegeben und die Problematik wird sich zukünftig noch massiv verschärfen.

Den Folgen des Fachkräftemangels muss daher auf zwei Arten begegnet werden. Zum einen gilt es, die aktuell beschäftigen Fachkräfte möglichst lange gesund zu erhalten. Hierzu bedarf es eines strategischen betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), dass derzeit jedoch in den wenigsten Handwerksbetrieben verankert ist.

Zum anderen muss zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs bereits jetzt eine strategische Personal- und Nachwuchsgewinnung betrieben werden – auch im Sinne der Erschließung neuer Beschäftigungspotenziale durch die systematische Erhöhung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gezielte Ansprache von Frauen und Integration von Geflüchteten.

Eine weitere drängende Aufgabe ist die Sensibilisierung und Konzeptentwicklung für die Planung der Unternehmensnachfolge und der damit in Verbindung stehenden Alterssicherung für Unternehmensinhaber/innen.

Schließlich gilt es zudem, auf die veränderten Bedürfnisse und Erwartungshaltung der Kunden strategisch zu reagieren und geeignet Kommunikations- und Dienstleistungsstrategien (Barrierefreiheit, Angebote aus einer Hand, Digitale Vorabmodell umzusetzender Arbeitsaufträge) zu entwickeln und umzusetzen. Ziel des Innovationscluster-Netzwerks IC-H1 ist es daher, eine strategische Anpassung an die veränderten Altersstrukturen zu entwickeln und umzusetzen.